Meine Geest wie ich sie sehe

Unermüdlich für das Stadtteilhaus Horner Freiheit im Einsatz: Karin Wienberg, Vorsitzende des Trägervereins „Horner Freiheit“ e.V., und der Koordinator des Stadtteilhauses, Alexander Wilke, möchten mit den Besuchern ins Gespräch kommen.

Meine Geest wie ich sie sehe

 

Gesucht: Orte zum Ins-Gespräch-kommen

... wie das Stadtteilhaus Horner Freiheit

Was lange währt, wird endlich gut: Zum ersten Mal debattiert wurde die Idee eines „Treffpunktes“ für Horn auf einer Zukunftswerkstatt der Stadtteilkonferenz Horn im Jahr 1995. Volle 21 Jahre später, am 25. April 2016, ist das Stadtteilhaus „Horner Freiheit“ offiziell eingeweiht worden. Herausgekommen ist weit mehr als bloß ein Nachbarschafts-Treff: ein neuer Mittelpunkt für den Stadtteil und ein Anziehungspunkt für Menschen aus dem gesamten Hamburger Osten. „Das Stadtteilhaus gibt dem Stadtteil Horn seine eigene Identität wieder“, meint Mitinitiatorin Karin Wienberg, „es macht Horn ein Stück lebens- und liebenswerter.“ Die ehrenamtliche Vorsitzende des Trägervereins Horner Freiheit e.V. war vom Start weg an der Planung beteiligt und hat das Projekt Stadtteilhaus maßgeblich vorangetrieben: „Wir haben einfach nicht locker gelassen und immer wieder daran erinnert.“

Auf diese Weise ist es gelungen, die Idee in die Bevölkerung und auch in die Politik zu tragen. Für den Neubau ausgewählt wurde ein Standort unweit der Horner Rennbahn, direkt neben dem Eingang der gleichnamigen U-Bahn-Station – und mit viel Geschichte: „Am Gojenboom 46“ lautet die Anschrift. Hier, am historischen „Papagoyenboom“ (Papageienbaum) wurde früher auf dem Schützenfest der hölzerne Papageienvogel abgeschossen. Der Papagei ziert heute das Logo der „Horner Freiheit“ und signalisiert als buntes Symbol den Optimismus, der sich hier als neues Lebensgefühl etabliert hat. 

Das Haus nahe der Geestkante verbindet schon mit der Vielfalt seines Angebots die umliegenden Stadtteile. Nicht weniger als acht verschiedene Einrichtungen sind in der Horner Freiheit untergebracht: Bücherhalle, Café, AWO-Seniorentreff, Kirchenkreis Hamburg-Ost (Seelsorge im Alter), Verikom und Bilim (Integrations- und Sprachkurse für Migranten), Behindertenhilfe des Rauhen Hauses, Stadtteilverein Horn und die Geschichtswerkstatt. Bald soll auch noch die Mütterberatungsstelle einziehen. Es gibt einen Saal für Veranstaltungen und Räume, die jedermann mieten kann.

Der neue Mittelpunkt für Horn wird begeistert angenommen. „Das Echo ist ungeheuer positiv“, freut sich Karin Wienberg, „wenn neue Leute kommen, stehen diese erst mal da und staunen“. Die Mischung des Publikums gibt den Initiatoren recht: junge Szene-Typen, viele Ältere, Mütter mit Kindern. Trotzdem ist Karin Wienberg noch nicht zufrieden: „Es gibt noch vieles, was wir an Strukturen noch aufbauen wollen.“ Von ihrem Info-Büro im Erdgeschoss aus wollen die Mitarbeiter mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Alexander Wilke, der hauptamtliche Koordinator des Stadtteilhauses, freut sich als Ansprechpartner auf alle, die sich hier für Horn engagieren wollen.