Hammer Turm

Stand: Konzeptskizze vom Dezember 2016, Feinplanung abgeschlossen bis voraussichtlich 2019

Oberhalb der U-Bahnstation Rauhes Haus wird dieser Aussichtsturm als temporärer, vertikaler Garten umgesetzt. In zehn Meter Höhe über der Geest­kante ermöglicht seine Plattform einen weiten Blick.

Deine Geest – Die 12 Gewinnerprojekte

Ein Signal setzen
Die Projektidee eines multifunktionalen Aussichtsturms soll als temporärer, vertikaler Garten umgesetzt werden, dessen Nutzung flexibel gestaltet werden kann. Der Turm soll offen sein für Anwohner_innen, Spaziergänger_innen, Pendler_innen und Schulkinder sowie interessierte Erkunder_innen der Landschafts-achse Horner Geest. Er soll einen aktiven Verknüpfungspunkt entlang der Geeststrecke herstellen und gleichzeitig von weit her wahrnehmbar sein.

Ein Multitalent
Der Turm soll oberhalb der U-Bahnstation Rauhes Haus aufgestellt werden und ermöglicht es, an der erhöhten Geestkante um weitere 10 Meter in die Höhe zu steigen. Auf der Aussichtsplattform öffnet sich die Sicht über die Bahntrasse der Güterbahn hinweg Richtung Horn auf die Straßen von „Hamm Unten“ und den Grünzug der Geest in Richtung Innenstadt. Die robuste Konstruktion aus Gerüststangen und -treppen wird mit farbigem Drahtgeflecht und einer Verkleidung aus Holzlamellen umspannt. Rankhilfen aus Stahlseilen bilden eine Verbindung zur oberen Aussichtsplattform. Die Terrasse für gemeinschaftliches Gärtnern wird mit verstärkten Gerüstelementen konstruiert, um eine Durchgangshöhe von 3 Metern zu schaffen. Darunter soll – als „Wurzeln“ der Pflanzen – ein Schaukelgarten mit Tellerschaukeln, Hängematten und Tauen entstehen. Das Podium, aus Sicherheitsgründen mit Fallschutzmatten belegt, ist über Sitzstufen mit dem Hang verbunden.

Ein vertikaler Garten
Auf der Gartenterrasse soll es mehrere Hochbeete und Sitz-gelegenheiten geben. Die Bepflanzung der Rankhilfen mit echtem Hopfen, Weinreben, Kapuzinerkresse, Bohnen, Gurken, Melonen und Kürbissen soll vertikales, essbares Grün erzeugen und die Produktivität veranschaulichen. Mithilfe der gefalteten Fassade aus Holzpanelen und einer wasserleitenden Abdichtung der Decks soll Regenwasser gesammelt werden. Der Sammelbehälter steht in einem abschließbaren Raum im unteren Bereich, der auch als Werkzeugschuppen genutzt werden kann.

Ein Aktivator an der Geestkante
Als temporäres Bauwerk ist der Turm auf 5 bis 10 Jahre ausgelegt und komplett rückbaubar. Nach der Initialphase ist der Turm konzeptuell erweiterbar, zum Beispiel durch weitere Rauminstallationen, die Integration einer Gemüseküche oder Technik zur nachhaltigen Energiegewinnung. Als potenzielle Kümmerer sollen vor dem Bau lokale Urban-Gardening-Initiativen sowie Kindertagesstätten oder Jugend- und Seniorengruppen durch eine Reihe von Veranstaltungen eingebunden werden, sodass danach die Nutzung und Erhaltung des Turms selbstständig erfolgt. Die Stand- und Verkehrssicherheit muss auch nach der Montage regelmäßig durch einen Sachverständigen geprüft werden.

Der Hammer Turm soll – als Aktivator im Quartier – auch Orientierungspunkt entlang der Landschaftsachse sein. Er setzt einen prägnanten baulichen Akzent im Verlauf der Horner Geest und ermöglicht den „Sprung“ über die Barriere der Güterbahntrasse bereits visuell.


Stadtteil:
Hamm

Kosten:
120.000 Euro

Ideengeber_innen:
Philip Wilson

Mitdenker_innen:
Philip Anz, Heike Mues

Coaches:
Polinna Hauck, Landscape + Urbanism