Geschmacksträger

Stand: Konzeptskizze vom Dezember 2016, Feinplanung abgeschlossen bis voraussichtlich Sommer 2018

Die mobile Grillstation Geschmacksträger lädt Menschen zum gemeinsamen Kochen, Essen und Austauschen ein. An verschiedenen Aufstellorten macht der umgebaute PKW-Anhänger so unprogrammierte Stadträume zu Orten der Begegnung.

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Stadtliebe geht durch den Magen
Der „Geschmacksträger“ macht der Stadt ein unwiderstehliches Angebot: gemeinsames Kochen und Essen fast überall! Das Zusammenkommen an der langen Tafel von Menschen unterschiedlicher Altersstufen, Herkünfte oder Hintergründe unterstützt den Austausch von Ideen und Rezepten, Ansichten und Wissen, Erinnerungen und Kulturen. Essen wird so zu einem sinnlichen Beteiligungswerkzeug der Stadtintegration und fördert die Identifikation mit und den Zusammenhalt an der Geest.

Das Auge isst mit
Das Grundgerüst des Geschmacksträgers basiert auf einem modifizierten Pkw-Anhänger. Das kompakte Hauptmodul ist in drei Funktionen unterteilt: den Kohlegrill mit drei Grillplätzen für die getrennte Essenszubereitung, eine Spül- und Müllstation sowie ein Lager für Bänke und Hocker mit integrierter Arbeitsfläche. Zwei kleinere Module – eine Gaskochstelle und ein Kräutergarten – können separat entkoppelt und benutzt werden.

Diese Modularität garantiert einen flexiblen, bedarfsgerechten, multifunktionalen Einsatz. Die leichte Handhabung erlaubt eine schnelle Anpassung an verschiedenste Aufstellorte, unterschiedliche Gruppengrößen und Verwendungszwecke. Sein Innenleben ist über aufklappbare Seitenwände zugänglich, die gleichzeitig Unterstand für überraschend einsetzenden Regen bieten. In geöffnetem Zustand wirkt er einladend und kommunikativ, geschlossen zeigt er sich kompakt, robust aber auch freundlich in der Stadt. Für die Abendstunden ist der Geschmacksträger dank der solarbetriebenen Beleuchtung bestens ausgestattet.

Jeder nach seinem Geschmack
Der Geschmacksträger ist nicht nur ein Objekt, sondern ein Paket aus Events und Programmen. Diese könnten organisiert und verwaltet werden von der „Hallo Festspiele-Küche“ in Kooperation mit Stiftung Freizeit. Als regelmäßige Veranstaltungen kommen z. B. Workshops mit Schulen, multikulturelle thematische Essen oder das aktive Lernen von und mit Profiköchen in Betracht. Die Zusammenarbeit mit Produzenten aus dem Umland soll das Bewusstsein für eine frische, regionale Küche stärken. Der Beginn der Kochsaison wird durch ein großes Nachbarschaftsfest eingeläutet. An „nicht programmierten“ Abenden kann der Geschmacksträger nach Voranmeldung und gegen Vorlage des Personalausweises und einer Kaution frei benutzt werden.

Viel Platz für die kleine Küche
Der Geschmacksträger versteht sich als mobiler städtischer Aktivator. Er ist nicht an einen spezifischen Ort gebunden, sondern soll auf unprogrammierte Stadträume aufmerksam machen und sie in Begegnungsräume umwandeln. An einem dieser Orte, dem Lindenplatz, soll er in seiner ersten Saison verortet sein. Hier richtet sich sein Angebot an das angrenzende Stadtviertel und seine vielfältigen sozialen und interkulturellen Einrichtungen, ihn auszuleihen und zu bespielen. Sie werden so zu sichtbaren lokalen Akteuren, die an einer Festtafel zusammenkommen. Der Geschmacksträger bleibt aber beweg- und versetzbar und ist jederzeit bereit, an anderen Orten innerhalb der Landschaftsachse zum Einsatz zu kommen.


Stadtteil:
St. Georg

Kosten:
45.000 Euro

Ideengeber_innen:
Stefanie Kluvetasch, Jakob Moser

Mitdenker_innen:
Jasmin Baltres, Alice Barkhausen, Rolf Kellner, Andy Schütt, Ron Domeyer, Jakob Moser und mehr

Coaches:
Stiftung Freizeit